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Skype erklärt sich zur Zusammenarbeit mit Strafbehörden bereit

23. Februar 2009

Da scheint das milliardenschwere Angebot der National Security Agency (NSA) vor wenigen Wochen wohl Früchte getragen zu haben.

Nach US-Medienberichten hat Skype nun bekanntgegeben, mit den deutschen Strafbehören zusammenarbeiten zu wollen, um so die Bekämpfung von Terror durch die Abhörung von VoIP-Telefongesprächen leichter von der Hand gehen zu lassen. Dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Backdoor, welche den Behörden die Möglichkeit gibt, Telefongespräche über das Internet abzuhören.

Dabei gilt das Interesse nicht nur unseren Strafbehören, auch die italienische Regierung lechzt nach einer Möglichkeit, Skype-Telefonate abzuhören zu können. Offensichtlich nutzen organisierte Kriminelle in Italien zunehmen die VoIP-Telefonie über Skype, um so der Überwachung durch die Behörden aus dem Weg zu gehen.

Die Datenverschlüsselung von Skype ist bisher ein gut gehütetes Geschäftsgeheimnis der Skype Technologies S.A., eine Tochtergesellschaft von eBay. Bislang hatten Spezialisten keine Chance, die Verschlüsselung zu knacken, selbst professionell angelegte Studien blieben erfolgslos.

Dazu eine Stellungnahme aus eigener Feder, die ich beim Partnerblog www.klopfzeilen.de veröffentlicht habe:

Sehr interessant und geheimnisvoll die Thematik rund um Skype und dessen Verschlüsselungsmechanismen. Es gab ja schon einige professionell angelegte Studien zu Skype, wie die Algorithmen funktionieren und was Skype wirklich auf dem Computer treibt… Fazit: Renommierte IT-Wissenschaftler haben es nicht geschafft, die Verschlüsselung von Skype zu knacken. Es konnten lediglich einige Eckdaten erfasst werden, wie zum Beispiel die Feststellung, dass die Algorithmen polymorph arbeiten, oder ungefähre Funktionsweisen der Verschlüsselung.

Selbst Debugger haben bei Skype keine Chance, es werden nur die nötigsten Bytes im Arbeitsspeicher entschlüsselt, welche keine konkreten Hinweise über die Funktionsweise liefern.

Man sieht also, die Skype-Macher sind fähige Programmierer und Kryptologen, die ihr Handwerk definitv verstehen. Verständlich, dass eine derartige Technologie der amerikanischer Regierung Milliarden wert ist.

Ich plädiere für die weitere Geheimhaltung der Algorithmen, auch wenn dies offensichtlich im Widerspruch zur Datenspeicherung oder der Spionage des eigenen Systems steht - schließlich weiß niemand so recht, was Skype auf dem Computer so anstellt. Aber immer noch besser, als eine aufstrebende “Staatssicherheit reloaded”in Amerika, wie wir Deutschen es bereits vor einigen Jahren vorgemacht haben, oder?

So bleiben die Algorithmen von Skype weiterhin ein teures Geheimnis, dessen Verkauf an die Strafverfolgungsbehören Skype in die frühzeitige Rente bringen könnte.

Ich persönlich habe gehofft, dass Skype nicht auf die Angebote der Regierung eingehen wird, diese Hoffnung ist mit dieser Nachricht jedoch leider den Bach runter gegangen. Dann eben zurück zur totalen Überwachung!

Mehr dazu:

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Skype-Nutzer flüchten vor Skype 4.0 - ich auch!

22. Februar 2009

Die Anfang Februar erschienene, völlig neu designte 4er Version von Skype offenbart mir nun mehr Schwächen als Neuerungen.

Als auffälligste Neuerung an Skype 4.0 darf man die GUI anführen, welche eine neue - und mit der alten Optik wenig am Hut habende - Oberfläche offenbart. Für mich war erstmal erschreckend, dass Skype jetzt fast die Hälfte des Bildschirms einnimmt und 50% davon sowieso überflüssig sind.

Das Hauptfenster von Skype 4.0 im Standardmodus:

skype011

Aber zum Glück bietet mir Skype die Möglichkeit, in den Kompaktmodus zu wechseln, welcher die ursprüngliche Optik von Skype wiederherstellt - das ging ja nochmal gut.

Nach ein paar interessanten Minuten wird es Zeit für mich, meinen ersten Festnetzanruf per SkypeOut zu tätigen. Schön, nur wo werden mir meine Festnetznummern angezeigt? Groß und breit sticht mir der markante “Telefone anrufen oder SMS schicken” -Button im unteren Teil des Fenters ins Auge.

Sieht doch ganz nach dem Richtigen aus, oder? Denke ich mir auch, also klicke ich drauf und - POFF - es öffnet sich ein großes Fenster mit Wähltasten, welches wohl alle Klischees der 50er Jahre erfüllt - groß, mechanisch und Tasten, die man noch mit zwei Promille zielsicher trifft. Back to the roots sozusagen,  lediglich die Farbgebung erinnert an die Gegenwart.

skype02

Naja, Geschmackssache könnte man jetzt noch meinen. Kann man drüber hinweg sehen, deshalb möchte ich nun meinen Bekannten anrufen, dessen Telefonnummer in meiner Kontaktliste schlummert.

Vergeblich suche ich nach einer Möglichkeit, eine Nummer aus meiner Kontaktliste auszuwählen - das einzige, was mir Skype anbietet, ist mein eigenes Erinnerungsvermögen, welches die Nummer grad nicht parat hat. Na super, Skype!

Also geht die Suche nach der Telefonnummer weiter. Ich schließe das “antiquierte” Fenster und richte meine ganze Aufmerksamkeit auf das Hauptfenster.

Augenblicke vergehen, bis ich einen unscheinbaren Pfeil an der rechten Seite des “Skype-Kontakte”-Buttons entdecke. Ein Klick darauf und siehe da, es erscheint ein Menüpunk “Festnetz und Mobilnummern”.

Jetzt kann ich also endlich meinen Bekannten aus der Liste raussuchen und per Rechtsklick auf dessen Eintrag anrufen. Und Skype wirbt weiterhin mit “Aller Anfang ist leicht”… Scherzkekse.

Schön an der neuen Version ist übrigens die tatsächlich verbesserte Gesprächsqualität, welche nun wirklich nichts mehr zu wünschen übrig lässt - dafür schmiert mir bei Videogesprächen unangekündigt die Verbindung zum Gesprächspartner ab. “Aber natürlich!” würde jetzt der Optimist sagen, irgendwo muss man doch Kompromisse eingehen…

Ich für meinen Teil bin heute auf die 3.8er Version von Skype umgestiegen und bin rundum zufrieden! Hoffentlich ändert Skype die Umstände bald, schließlich haben die bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass deren Software durchaus auf viel positive Resonanz stoßen kann.

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