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Der Besuch eines Telefonanschluss-Verkäufers

24. Februar 2009

Alle Details auf einem Blick:

  • Branche: Telefonanschluss-Provider
  • Person: Vertreter, offensichtlich auf Provisionsbasis angestellt
  • Hartnäckigkeit: Mittelschwer lächerlich
  • Durchhaltevermögen: So wird’s nix mit den Frauen

Kaum habe ich zwei Tage Urlaub, merke ich, wie viel Haustürverkäufer und Glaubensgemeinschaft-Mitglieder sich an den Wohnungstüren dieses Hauses rumtreiben. Bin heute gerade mal mit dem Schreiben meines Artikels zu den Zeugen Jehovas fertig geworden, da klingelt bereits der nächste Heini - diesmal aber ein besonders lustiger.

Ich mache die Tür auf, dann steht da ein um die 23-jähriger Junge in breiter Hip-Hopper-Hose vor mir, einer halbherzigen, braunen Aktentasche in der Hand und einem ziemlich unsicheren Blick.

Ich bin nicht mal zum Grüßen gekommen, dann legt der Typ schon los: (die ersten Zeilen sind jetzt in etwa seinem Geschwafel nachempfunden, das ich wegen seiner Hast gar nicht verstanden habe)

Ja also ich bin von der Telefongesellschaft XY, vertreibe Telefonanschlüsse und wolle Dich fragen, ob Du schon einen vernünftigen Telefonanschluss hast…?! also sowas wie Telekom oder so?

Das einzige, was ich dabei deutlich verstanden habe ist die Frage, ob ich bereits einen vernünftigen Telefonanschluss habe, sowas wie Telekom eben. Meine Antwort, die ich ihm mit einem herrlichen Smile im Gesicht gegeben habe:

Ich brauche keinen Telefonanschluss, ich telefoniere über’s Internet ;-)

Ach so okay, dann passt’s schon, wollte nur mal fragen (höhö). Ciao!

Voll Bombe, oder? Und das kam in einer Schnelligkeit und Unprofessionalität (sogar unter der der generellen Türverkäufer-Professionalität) rüber, dass ich davon eigentlich ein Video hätte machen sollen.

Nun gut, wenigstens war dieser Typ nicht so aufdringlich wie manch anderes Gesindel. Aber haltet Euch fest, heftig wird’s nun an der Nachbarstür, wie ich paar Minuten danach zufällig mitbekommen habe!

Dabei musste meine liebe Renter-Nachbarin Frau W. herhalten, die dem Mann sogar gutgläubig nachgegeben hat, dazu aber gleich mehr. Hier ein Ausschnitt dessen, was ich an meiner Wohnungstür verstanden habe:

Ja und der Anschluss wäre dann kostenlos für Sie, das macht meine Arbeit für Sie! Ach wissen Sie was, Frau W., können wir uns doch mal zwei Minuten bei Ihnen hinsetzen, ich würde Ihnen das sehr gerne erklären.

(Nachbarin zögert kurz, daraufhin der Verkäufer wieder):

Ich bitte Sie, Frau W., ich habe nichts Böses vor, bitte glauben Sie mir, ich bin ein wirklich gut erzogener Junge und möchte Ihnen nicht wehtun(!) oder so, ich mache sowas wirklich nicht. Ich mache das für meine Arbeit, ich bin ein wirklich braver Junge, glauben Sie mir das!!

Dann Frau W.:

Hmm… na gut, warten Sie einen Moment bitte.

Leider hatte ich an dieser Stelle dann keine Zeit mehr, dem spannenden Dialog und dem winselnden Typen zuzuhören, aufjedenfall hat sich das Gespräch noch über weitere 10 Minuten an dieser Haustüre gehalten. Kein Scherz, ich wär’ dabei vor Lachen mit meinem Kopf fast gegen die Tür geknallt, so unglaublich lustig war diese Bettlerei des Verkäufers.

Ob er schlussendlich seinen Anschluss verkauft hat oder nicht, kann ich leider nicht sagen. Mal abwarten auf den nächsten Verkäufer! Ich werde Euch selbstverständlich über das nächste Spektakel informieren. ;-)

admin Haustür-Gespräche ,