Der Faschingsumzug und seine Folgen
Vorweg sei schonmal gesagt, ich habe am Faschingsumzug (oder auch “Karnevalsumzug”) nicht teilgenommen - zumindest nicht direkt. Vielmehr habe ich mich am heutigen Abend am Anblick der besoffenen und teilweise recht kommunikativen Menschen amüsiert, während ich an der Tanke genüsslich meine heiße Schokolade geschlürft habe.
Da kommt man mit den Leuten ganz einfach ins Gespräch - ohne vorher nur ein Wort gesagt zu haben. Der eine will ein Feuerzeug für seine Kippe von mir, der andere möchte sich mit Labern einfach nur die Zeit vertreiben.
Nun gut! Während ich gespannt darauf warte, dass mein Gesprächspartner das Gleichgewicht verliert und in den Schnee hinter ihm fällt, antworte ich zum fünften Mal auf seine Frage, die er mir bereits vor 10 Minuten gestellt hat…
Gegenüber der Straße läuft währenddessen eine Horde torkelnder Jugendlicher vor mir vorbei, der eine stürzt sich wagemutig in den Haufen Schnee vor ihm, die andere hat Mühe damit, die Spur auf dem Gehweg zu halten - verständlich.
Fazit: traurigerweise musste ich heute feststellen, dass der eigentliche Brauch zu Fasching ziemlich den Bach runter geht… anstatt lustig verkleideter Leute sehe ich nur noch besoffene Jugendliche - ach, die sind ja als Alkoholiker verkleidet!
Das Einzige, was ich heute an kostümierten Menschen gesehen habe, war so eine Art Ganzkörper-Vorfahrtsschild (frei interpretiert) und einer mit zwei Hörnern auf dem Kopf; ersteres war zumindest originell, das muss ich schon zugeben
Damit sei Euch gesagt, auch nüchtern kann man sich am Fasching bzw. auf das danach erfreuen… naja, vielleicht trete ich nächstes Jahr zum Beispiel auch mal als kostümierte Paris Hilton unter die Menge, wird sicher ein rießen Spaß!