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Archiv für Februar, 2009

Die F. OTZE aus der Schweizer Armee

28. Februar 2009

Da sieht man mal wieder, das Leben bietet uns eine Menge Kuriositäten. Ein lebendes Beispiel dafür ist die Frau O., welche nun vermutlich unwissend ein kleines bisschen berühmt geworden ist im Internet.

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admin Kuriositäten ,

Statistik-Plugin für Wordpress

28. Februar 2009

Eine ganze Weile lang war ich auf der Suche nach einem vernünftigen Statistik-Plugin für meinen Blog. Heute habe ich das Plugin WassUp gefunden, sogar kompatibel zur 2.7er Version von Wordpress.

Der Look gleicht in etwa dem von Google Analytics und die erfassten Statistikdaten lassen sich auch sehen! Mehr dazu auf wpwp.org.

admin Allgemein ,

Der Besuch eines Telefonanschluss-Verkäufers

24. Februar 2009

Alle Details auf einem Blick:

  • Branche: Telefonanschluss-Provider
  • Person: Vertreter, offensichtlich auf Provisionsbasis angestellt
  • Hartnäckigkeit: Mittelschwer lächerlich
  • Durchhaltevermögen: So wird’s nix mit den Frauen

Kaum habe ich zwei Tage Urlaub, merke ich, wie viel Haustürverkäufer und Glaubensgemeinschaft-Mitglieder sich an den Wohnungstüren dieses Hauses rumtreiben. Bin heute gerade mal mit dem Schreiben meines Artikels zu den Zeugen Jehovas fertig geworden, da klingelt bereits der nächste Heini – diesmal aber ein besonders lustiger.

Ich mache die Tür auf, dann steht da ein um die 23-jähriger Junge in breiter Hip-Hopper-Hose vor mir, einer halbherzigen, braunen Aktentasche in der Hand und einem ziemlich unsicheren Blick.

Ich bin nicht mal zum Grüßen gekommen, dann legt der Typ schon los: (die ersten Zeilen sind jetzt in etwa seinem Geschwafel nachempfunden, das ich wegen seiner Hast gar nicht verstanden habe)

Ja also ich bin von der Telefongesellschaft XY, vertreibe Telefonanschlüsse und wolle Dich fragen, ob Du schon einen vernünftigen Telefonanschluss hast…?! also sowas wie Telekom oder so?

Das einzige, was ich dabei deutlich verstanden habe ist die Frage, ob ich bereits einen vernünftigen Telefonanschluss habe, sowas wie Telekom eben. Meine Antwort, die ich ihm mit einem herrlichen Smile im Gesicht gegeben habe:

Ich brauche keinen Telefonanschluss, ich telefoniere über’s Internet ;-)

Ach so okay, dann passt’s schon, wollte nur mal fragen (höhö). Ciao!

Voll Bombe, oder? Und das kam in einer Schnelligkeit und Unprofessionalität (sogar unter der der generellen Türverkäufer-Professionalität) rüber, dass ich davon eigentlich ein Video hätte machen sollen.

Nun gut, wenigstens war dieser Typ nicht so aufdringlich wie manch anderes Gesindel. Aber haltet Euch fest, heftig wird’s nun an der Nachbarstür, wie ich paar Minuten danach zufällig mitbekommen habe!

Dabei musste meine liebe Renter-Nachbarin Frau W. herhalten, die dem Mann sogar gutgläubig nachgegeben hat, dazu aber gleich mehr. Hier ein Ausschnitt dessen, was ich an meiner Wohnungstür verstanden habe:

Ja und der Anschluss wäre dann kostenlos für Sie, das macht meine Arbeit für Sie! Ach wissen Sie was, Frau W., können wir uns doch mal zwei Minuten bei Ihnen hinsetzen, ich würde Ihnen das sehr gerne erklären.

(Nachbarin zögert kurz, daraufhin der Verkäufer wieder):

Ich bitte Sie, Frau W., ich habe nichts Böses vor, bitte glauben Sie mir, ich bin ein wirklich gut erzogener Junge und möchte Ihnen nicht wehtun(!) oder so, ich mache sowas wirklich nicht. Ich mache das für meine Arbeit, ich bin ein wirklich braver Junge, glauben Sie mir das!!

Dann Frau W.:

Hmm… na gut, warten Sie einen Moment bitte.

Leider hatte ich an dieser Stelle dann keine Zeit mehr, dem spannenden Dialog und dem winselnden Typen zuzuhören, aufjedenfall hat sich das Gespräch noch über weitere 10 Minuten an dieser Haustüre gehalten. Kein Scherz, ich wär’ dabei vor Lachen mit meinem Kopf fast gegen die Tür geknallt, so unglaublich lustig war diese Bettlerei des Verkäufers.

Ob er schlussendlich seinen Anschluss verkauft hat oder nicht, kann ich leider nicht sagen. Mal abwarten auf den nächsten Verkäufer! Ich werde Euch selbstverständlich über das nächste Spektakel informieren. ;-)

admin Haustür-Gespräche ,

Ein Besuch der Zeugen Jehovas

24. Februar 2009

Alle Details auf einem Blick:

  • Branche: Glaubensgemeinschaft-Missionare
  • Person: Selbstsicherer Mann mit Frau
  • Hartnäckigkeit: Mittelleicht
  • Durchhaltevermögen: Langatmig, Geduldig

Nicht lange musste ich nach meinem Einzug in die neue Wohnung darauf warten, bis irgendwelche Missionare der Zeugen Jehovas vor meiner Tür stehen.

Vor ein paar Tagen war es dann tatsächlich soweit – ich mache die Tür auf und es begrüßt mich ein netter Herr und eine durchaus ansehnliche Dame.

Da ich nur ahnen konnte, um was es den beiden geht, ließ ich die Tür offen und lehnte mich mit fordernder Mine an den Türpfosten.

Das Schlagwort “Bibel” ließ nicht lange auf sich warten, auch beteuerte der Herr gleich zu Anfang, dass er mir nur kurz was von der Bibel erzählen möchte und danach auch gleich wieder “abhaut”.

Na gut, dachte ich mir, also höre ich mir mal an, was mir die beiden so tolles von der Bibel erzählen wollen. Auf eine spannende Action-Story konnte ich leider nicht hoffen, viel mehr hielt mir der Mann eine aufgeschlagene Bibel unter die Nase und zitierte einen Bibelvers zum Thema – “hat uns Jesus die Zukunft vorausgesagt?”.

Eine Minute und zwei Verse später unterbreitete mir der Mann das Angebot, zu einem Treffen dieser Gesellschaft zu kommen (der Name “Zeugen Jehovas” war bis dahin noch nicht gefallen, vermutlich deshalb, weil bei diesem Stichwort gleich jeder die Tür zuschlagen würde).

S/W Ver: 85.97.C3P Mit freundlicher Stimme versuchte ich den beiden zu vermitteln, dass ich kein Interesse an deren Angebot habe und mich nicht mit der Bibel befasse. Der Hoffnung folgend, die Leute gleich loszuwerden, erhielt ist stattdessen noch die allzu gut bekannte Zeitschrift “Der Wachtturm” und “Ein Buch für alle Menschen”.

Nach kurzer Recherche im Internet zum Thema Zeugen Jehovas musste ich erschreckenderweise feststellen, welche Meinung die Allgemeinheit zu dieser Glaubensgemeinschaft hat. Denn Fakt ist sicherlich eines: die Zeugen Jehovas ist eine Sekte, die mit Gehirnwäschen versucht, den Geworbenen deren ideologisches Weltbild schmackhaft zu machen und zu vermitteln, dass dieses auch noch dem Willen Gottes entspricht.

Traurigerweise haben es die Zeugen Jehovas jedoch geschafft,  in unserer Gesellschaft einen gewissen Akzeptanzstatus zu erlangen. Viele Nicht-Mitglieder sehen diese Gruppe als harmlose, christliche Glaubensgemeinschaft an. Doch dem ist nicht so! Ist es nicht schon unseriös genug, Leute an deren Haustüre zu belästigen?

Dabei sei noch anzumerken, an unserem Hauseingang steht groß und deutlich “Hausieren, Betteln, Spenden und Werbung” verboten. Das haben die beiden wohl gekonnt übersehen.

Jetzt nehmen wir also an, ich würde den Zeugen Jehovas beitreten und mich im Königreichssaal taufen lassen. Hier eine kleine Auswahl dessen, was man als Mitglied dieser Glaubensgemeinschaft nicht tun darf:

1.) Geburtstag und Weihnachten feiern
2.) Ostern und Pfingsten feiern
3.) Wählen gehen
4.) Die Nationalhymne singen
5.) Blut spenden
6.) Homosexualität
7.) Sex vor der Ehe

Also wenn mir schon eine Gemeinschaft Regeln in meinem Tun und Handeln setzt und das auch noch im Privatbereich, hat das für mich definitiv einen kriminellen Charakter.

Also, liebe Kommunen dieses Landes: wenn es nicht Eurem Wunsch entspricht, Euch die Realität verzerren zu lassen und halb kriminelle Regeln aufgezwängt zu bekommen, dann haltet Euch bitte fern von dieser Sekte. So nett die Missionare an Euren Haustüren auch sind, lässt Euch nicht von deren Geschwafel verleiten! Amen.

Mehr dazu:

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Stefan Raab plant neue Sendung: “Schlag den Star”

24. Februar 2009

Anlässlich des 10-jährigen Sendejubiläums von Stefan Raab plant ProSieben nun die Ausstrahlung des neuen “Schlag den Raab”-Ablegers “Schlag den Star”.

Der ProSieben-Komiker ProSieben-Entertainer Stefan Raab tritt dabei im Gegensatz zu “Schlag den Raab” nicht mehr als Kandidat an, sondern moderiert jetzt die Sendung. Als Kandidat tritt jeweils ein Zuschauer gegen einen von Sendung zu Sendung wechselnden Prominenten an.

Das Preisgeld soll 50.000€ betragen. Gewinnt ein Prominenter, erhöht sich – wie bei “Schlag den Raab – der Jackpot und erhöht den somit höchstmöglichen Gewinn in der nächsten Show.

Geplant sind vorerst acht Sendungen mit einer Länge von ungefähr zwei Stunden. Sendestart ist der 13. März um 20:15, selbstverständlich auf ProSieben.

admin Entertainment , , ,

Worüber die Deutschen im Netz diskutieren – Eine Analyse

23. Februar 2009

Na das ist mal ein interessantes Werkzeug, das uns das Marktforschungsunternehmen VICO Research & Consulting GmbH in die Hände gelegt hat. Ein Analyseprogramm, welches tagesaktuelle Statistiken der Debatten über Parteien und Politiker erstellt, die in deutschen Foren und Blogs diskutiert werden.

Getauft wurde dieses Analyseprogramm WebBarometer, der ab sofort dem Statistik-Portal statista.com exklusiv zur Verfügung gestellt wurde.

Dabei wird es den Besuchern ermöglicht, offensichtlich fundierte Marktanalysen auf Mausklick abzurufen und in einem Chart anzeigen zu lassen. In dieser Grafik wird der Kommunikationsumfang zu den jeweiligen Zeitpunkten dargestellt.

Zur Auswahl stehen aktuelle Diskussionsthemen, Dauerthemen wie Gesundheit, Steuern und Politik sowie alle 5 Parteien und deren Politiker. Interessant hierbei ist das Volumen der in die Analyse einbezogenen Posts und Artikel: allein zum Thema Barack Obama greift der WebBarometer im Zeitraum vom 31.12.2008 bis zum 23.02.2009 auf einen Pool von knapp zwei Millionen Diskussionen zurück.

webbarometer011.png Natürlich darf an dieser Stelle deshalb keine Analyse einer meiner Lieblingspolitiker fehlen.

Ein Politiker, welcher Ende vergangenen Jahres heftig ins Kreuzfeuer geriet, ist Wolfgang Schäuble, der mit seinen Gesetzesentwürfen zur Vorratsdaten-
speicherung
für viel Diskussionen gesorgt hat.

Dies lässt sich auch deutlich am hier dargestellten Liniendiagramm ablesen, welches im Zeitraum um den Oktober 2008 einen signifikanten Ausschlag nach oben zeigt. Dass Herr Schäuble auch weiterhin fleißig diskutiert wurde und wird, sieht man an der kontinuierlich weiterhin hoch oben verlaufenden Linie.

Interessant ist auch der Diskussionsverlauf zur Finanzkrise, welche im bereits August 2008 für ein schlagartig ansteigendes Kommunikationsvolumen gesorgt hat, oder das Scheitern von Andrea Ypsilanti, Oktober 2008.

Mehr dazu:

admin Allgemein, Politik , ,

So macht Bahnfahren wieder Spaß

23. Februar 2009

bahn01.png

Hatten Sie nicht schon immer Lust auf eine Spritztour mit der Bahn? Der neue Service der Bahn AG macht’s möglich!

Sie fahren 1. Klasse? Gut! Ich neuerdings auch. Die nebenstehende Abbildung illustriert den neuen, persönlichen Service der Bahn AG, da macht Ihnen das Fahren doch gleich doppelt Spaß – lassen Sie sich nicht nur Ihre Fahrkarte kontrollieren.

In diesem Sinne wünsche ich Euch eine angenehme Reise in der 1. Klasse, der neue Service ist in der Tat erste Sahne. :D

Das Bild ist übrigens aus dem Titanic-Magazin, Reinschauen lohnt sich ;-)

admin Satire , , , , ,

Die Website der unbegrenzten Möglichkeiten

23. Februar 2009

zombo.png “You can do everything on zombo.com – the only limit is yourself” verkündet die männliche Stimme der wohl nützlichsten Website im ganzen Web, www.zombo.com.

Dazu bewegt sich ein nahezu hypnotisierendes Kornfeld-Logo (was auch immer) in einer Schleife. Dadurch ist spätestens im Trance-Zustand “everything possible”, wie es die Stimme immer energischer zu vermitteln versucht.

Ja, hier zeigen uns die anonymen Gründer von zombo.com, dass das Internet durchaus auch seine lustigen Seiten hat.

Damals gab’s übrigens noch eine ähnliche Website, erreichbar unter www.tot.de. Zu sehen war dort eine kleine, brennende Kerze auf pechschwarzem Hintergrund. Blumen konnte man keine hinterlassen – naja, jetzt ist die Seite wirklich tot, bzw. bei Sedoparking geparkt worden.

Mehr dazu:

  • Hier gibt es sogar zombo.com T-Shirts!

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Skype erklärt sich zur Zusammenarbeit mit Strafbehörden bereit

23. Februar 2009

Da scheint das milliardenschwere Angebot der National Security Agency (NSA) vor wenigen Wochen wohl Früchte getragen zu haben.

Nach US-Medienberichten hat Skype nun bekanntgegeben, mit den deutschen Strafbehören zusammenarbeiten zu wollen, um so die Bekämpfung von Terror durch die Abhörung von VoIP-Telefongesprächen leichter von der Hand gehen zu lassen. Dabei handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Backdoor, welche den Behörden die Möglichkeit gibt, Telefongespräche über das Internet abzuhören.

Dabei gilt das Interesse nicht nur unseren Strafbehören, auch die italienische Regierung lechzt nach einer Möglichkeit, Skype-Telefonate abzuhören zu können. Offensichtlich nutzen organisierte Kriminelle in Italien zunehmen die VoIP-Telefonie über Skype, um so der Überwachung durch die Behörden aus dem Weg zu gehen.

Die Datenverschlüsselung von Skype ist bisher ein gut gehütetes Geschäftsgeheimnis der Skype Technologies S.A., eine Tochtergesellschaft von eBay. Bislang hatten Spezialisten keine Chance, die Verschlüsselung zu knacken, selbst professionell angelegte Studien blieben erfolgslos.

Dazu eine Stellungnahme aus eigener Feder, die ich beim Partnerblog www.klopfzeilen.de veröffentlicht habe:

Sehr interessant und geheimnisvoll die Thematik rund um Skype und dessen Verschlüsselungsmechanismen. Es gab ja schon einige professionell angelegte Studien zu Skype, wie die Algorithmen funktionieren und was Skype wirklich auf dem Computer treibt… Fazit: Renommierte IT-Wissenschaftler haben es nicht geschafft, die Verschlüsselung von Skype zu knacken. Es konnten lediglich einige Eckdaten erfasst werden, wie zum Beispiel die Feststellung, dass die Algorithmen polymorph arbeiten, oder ungefähre Funktionsweisen der Verschlüsselung.

Selbst Debugger haben bei Skype keine Chance, es werden nur die nötigsten Bytes im Arbeitsspeicher entschlüsselt, welche keine konkreten Hinweise über die Funktionsweise liefern.

Man sieht also, die Skype-Macher sind fähige Programmierer und Kryptologen, die ihr Handwerk definitv verstehen. Verständlich, dass eine derartige Technologie der amerikanischer Regierung Milliarden wert ist.

Ich plädiere für die weitere Geheimhaltung der Algorithmen, auch wenn dies offensichtlich im Widerspruch zur Datenspeicherung oder der Spionage des eigenen Systems steht – schließlich weiß niemand so recht, was Skype auf dem Computer so anstellt. Aber immer noch besser, als eine aufstrebende “Staatssicherheit reloaded”in Amerika, wie wir Deutschen es bereits vor einigen Jahren vorgemacht haben, oder?

So bleiben die Algorithmen von Skype weiterhin ein teures Geheimnis, dessen Verkauf an die Strafverfolgungsbehören Skype in die frühzeitige Rente bringen könnte.

Ich persönlich habe gehofft, dass Skype nicht auf die Angebote der Regierung eingehen wird, diese Hoffnung ist mit dieser Nachricht jedoch leider den Bach runter gegangen. Dann eben zurück zur totalen Überwachung!

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Kinderporno-Sperre: Fernmeldegeheimnis aus dem Weg!

23. Februar 2009

Ja wie weit soll das denn noch gehen? Nach turbulenter und immer noch andauernder bundesweiter Kritik gegen die Vorratsdatenspeicherung hat die Arbeitsgruppe “Access Blocking” dem Bundesinnenministerium nun ein Gutachten zur Zensur von Kinderpornografie im Netz vorgelegt.

Dieses ist auch noch praktischerweise geleakt, was nun die Absichten der Bundesregierung an den Tag legt: die Umgehung unserer Grundrechte, um  Gesetze zur Zensur von kinderpornografischen Material zu erlassen (“Grundrechtliche, telekommunikations- und telemedienrechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Sperrung kinderpornographischer Inhalte im Internet“).

Dabei handelt es sich um ein Abkommen zwischen Vertretern der Bundesregierung und deutschen Providern, welche entsprechende Angebote freiwillig sperren werden müssen sollen. Durch diese Zusammenarbeit soll eine effektive Zensur von unerwünschtem Material realisiert werden können.

Wie das genau angestellt werden soll, sagt uns ein Ausschnitt aus dem Gutachten:

Bei einer „Sperrung über das Domain Name System (DNS)“ kommt es zu folgendem Ablauf: Der Nutzer versucht den Abruf einer Webseite üblicherweise über die Eingabe eines Uniform Resource Locator (URL), der als Bestandteil immer einen Domainnamen aufweist. Er wird dann zu einem DNSServer geleitet, der die zum Domainnamen gehörende IP-Adresse ausgibt, unter der die Webseite letztlich abrufbar ist.

Das DNS ist insoweit lediglich eine Vereinfachung für den Nutzer, der sich die Eingabe der wesentlich komplizierteren Ziffernfolge der IP-Adresse erspart. Der DNS-Server meldet bei einer DNS-Sperrung keine IP-Adresse sondern i.d.R. einen Fehler. Infolgedessen kann keine Verbindung zur Webseite hergestellt werden und der Browser meldet den Fehler an den Nutzer zurück.

Und wie dabei das Grundrecht zum Fernmeldegeheimnis zu umgehen ist, darüber sind sich die Politiker auch schon einig:

Die „Sperrung über das Domain-System“ spielt sich also noch im Bereich des Nutzers ab, es ist noch gar nicht zum Versuch eines Verbindungsaufbaus oder einer Kommunikation gekommen.

Der Schutzbereich des Fernmeldegeheimnisses, das ja die Verbindung an sich, und dabei sowohl den Inhalt als auch die näheren Umstände einer Verbindung schützt, ist dementsprechend nicht berührt, da es noch gar keine schützenswerte Verbindung oder einen entsprechenden Versuch gibt.

Da jedoch unsere Provider dagegen steuern und sich mit der Zensur offensichtlich nicht einverstanden geben, versuchen einigen Gerüchten zufolge unsere Bundesministerin von der Leyen und Herr Schäuble, Telekom-Chef Obermann zur Mitarbeit zu bewegen – bisweilen ist die Telekom gegen die Sperrung unerwünschter Angebote.

Das hat auch gute Gründe, wenn man sich die Konsequenzen einer DNS-Sperre ansieht: durch die Manipulierung der DNS-Einträge werden in der Regel auch E-Mails zum entsprechenden Server unterdrückt, was laut § 206 StGB jedoch eindeutig eine Straftat darstellt (Verletzung des Post- oder Fernmeldegeheimnisses).

Angesichts der Konsequenzen einer DNS-Sperre stellt sich nun auch die Frage, ob der Gesetzesentwurf so überhaupt durchführbar ist. Dazu eine Stellungnahme eines Datenschutzbeauftragten.

Es bleibt also abzuwarten, was sich die Bundesregierung noch alles einfallen lässt.

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